Wie virtuelle Assistenten die Sprache verändern

Alexa, schalte das Licht ein! Hey Siri, erinnere mich an Brot kaufen! Ok Google, zeige mit den Weg zum nächsten Starbucks! - Virtuelle Assistenten werden immer raffinierter und sind längst kein Nerd-Spielzeug mehr. Verständlich ist also ihr Vormarsch in deutsche Haushalte. Doch sobald wir mit künstlicher Intelligenz interagieren, werfen wir längst zur Konvention geratene Gepflogenheiten des allgemeinen Sprachgebrauchs über Bord...

Kein "Bitte", kein "Danke". Es geht ausschließlich darum, so schnell wie möglich einen Befehl auszuführen. Da Alexa und Co., so könnte man argumentieren, virtuell sind, bedarf es keinerlei Höflichkeitsformeln oder Interjektionen. Doch werden virtuelle Assistenten in Zukunft immer tiefer in unser Leben integriert sein. Gewöhnen wir uns an diese Sprache, so werden wir uns langfristig an eine Diktion dieser art gewöhnen und vermutlich auch im Umgang untereinander beginnen, nur noch zweckorientiert zu kommunizieren. 

Das ganze mag erstmal überzogen und ansatzweise pathetisch klingen.  Ich selber nutze Alexa täglich und möchte mich an dieser Stelle keinesfalls gegen virtuelle Assistenten aussprechen. Doch ist dies eine Entwicklung, mit der wir uns neben der Thematik des Datenschutzes auseinandersetzen sollten...

Mittlerweile sage ich bewusst "Alexa, schalte bitte das Licht ein". Wer weiß, vielleicht bin ich der einzige und bekomme ein paar Gummipunkte bei Amazon gutgeschrieben... ;)


Echo bei Amazon.de kaufen:

Echo Dot

Echo

Kommentar schreiben

Kommentare: 0